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Im ersten Band von Krank im Kopf; geht es zunächst um die Ich-Erzählerin Camilla. Die Perspektive der Nachbarn im Prolog verdeutlicht die vielen Vorverurteilungen, die immer dann entstehen, wenn sich die Außenwelt aus Gerüchten und vom Hörensagen Erklärungen zusammenbastelt, um katastrophale Ereig-
nisse - hier: der Suizidversuch - einordnen und verstehen zu können.
Daraus entsteht fast immer ein falsches, meist sogar kontraproduktives Bild, das dem Kranken in keiner Weise gerecht wird. Damit beginnt oft bereits beim ersten nach außen sichtbaren Anzeichen einer schweren psychischen Erkrankung die Isolation. Manchmal kommt es auf diese Weise sogar dazu, dass die Erkrankten schon zu Beginn einer Behandlung völlig von anderen im Stich gelassen werden.
Da therapeutische Arbeit mitunter schwer und sehr belastend sein kann, fehlt die Unterstützung von Freunden und Verwandten in besonderem Maße. Viele Betroffene brechen therapeutische Behandlungen ab oder arbeiten nicht konsequent genug mit. Oft hat das damit zu tun, dass sie weder Angehörige noch Freunde haben, die ihnen Mut machen und sie motivieren.
Camilla erzählt im ersten Kapitel selbst, aus welchen Gründen sie krank wurde und was die Diagnose für sie bedeutete. Die Wahrheit sieht - auch in ihrem Fall - ganz anders aus als das Bild, das die Öffent-
lichkeit sich zusammen gereimt hat.
Genau um diese Problematik, nämlich einer einseitigen Sichtweise, die regelmäßig zu einer Fehlein-
schätzung und Vorverurteilung von Menschen führt, geht es auch in den Kapiteln Stimmen von fremder Frequenz und Flash back. Rita und Michael scheinen auf den ersten Blick nicht besonders krank zu sein. Erst bei genauerem Hinschauen erkennt man die gefährliche Krankheit. Allerdings zeigt sich auch in die-
sen beiden Fällen, dass nichts so ist, wie es zunächst aussieht.



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Natürlich geht es im zweiten Band auch mit Camilla weiter. Alkohol- und Tablettensucht hat sie mittlerweile im Griff. Doch gut geht es ihr deswegen noch lange nicht. Sie kämpft gegen alle möglichen Ängste und wird von Depressionen heimgesucht. Ihre Versuche, neue Kontakte zu knüpfen oder alte wieder zu beleben, schlagen allesamt fehl. Auf der Reise mit ihrem Mann auf die Insel Kos hat sie sich bereits wieder vollkommen von Menschen isoliert und glaubt damit einen Weg gefunden zu haben, um ihren inneren Schmerz zu überwinden. Doch sie irrt und scheitert erneut.
Nach einem Suizidversuch wird sie auf der Intensivstation wach. Frau Dr. Fichtner ist entsetzt. Sie hatte fest geglaubt, Camilla käme endlich zurecht. Doch sie gibt die Hoffnung für ihre Patientin nicht auf und gibt Camilla dadurch neue Kraft zum weiter kämpfen. Aber was, wenn auch Frau Dr. Fichtner sie irgendwann am Stich lässt?

In diesem Band widme ich mich den verbreiteten Leiden von Angststörungen und Depressionen, selbstverständlich geht es auch wieder um Camillas Krankheit, der Borderlinestörung. Darüberhinaus beschreibe ich anhand fiktiver Geschichten aber auch seltenere psychische Krankheiten wie die Manie oder der multiplen Persönlichkeitsstörung. Auch in diesen Zusammentreffen wird Camillas Geduld mitunter hart auf die Probe gestellt. Manches reizt zum Lachen, aber anderes macht Camilla Angst oder lässt ihr vor Entsetzen die Haare zu Berge stehen. Und doch: Auch bei diesen schweren Krankheiten gilt das, was auch schon im ersten Band deutlich wurde: Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick scheint.